Frenetisch umjubelt von Fans
Original Banater Echo erreicht dritter Platz beim internationalen Alpen Grand Prix in Meran
Im Januar 2004 gründete Manfred Ehmann mit weiteren 12 blasmusikbegeisterten Landsleuten das „Original Banater Echo“ (OBE). Die Musiker hatten sich alle einem gemeinsamen Ziel verschrieben: der Pflege der traditionellen Banater Blasmusik. Nachdem ziemlich bald der Wunsch nach einem eigenen Tonträger geäußert wurde, nahm das OBE seine ersten beiden Titel auf, welche auf dem Sampler „Das weihnachtliche Musikkarussell aus dem Schwabenland“ veröffentlicht wurde. Alsbald sollte sich der Titel „Es ist noch Licht in dieser Welt“ als wahrer Knaller entpuppen, denn das OBE erweckte das Interesse der Medien: Fernsehaufzeichnungen, Monats- sowie Jahressieger 2004 der volkstümlichen Hitparade von Schwarzwaldradio Neckarburg, Berichte in der österreichischen Musikzeitschrift „Alpenstar“. Dem Orchester gelang es über die deutsche Vorausscheidung der Sprung ins Finale des internationalen Volksmusikwettbewerbes „Südtiroler Alpen-Grand-Prix“. Ein Grund mehr für die mittlerweile neunzehn Musiker – die alle im Banat geboren sind und die auch noch teilweise in verschiedenen Dorfkapellen musiziert haben – einen Tonträger zu produzieren. Auf der CD „Heimatsterne“ ist die Musik zu hören, wie sie im Banat üblicherweise zu allen Tanzveranstaltungen dargeboten wurde. Die Titel der Produktion sind der Mentalität entsprechende Interpretationen von alten traditionellen Stücken sowie brandneuen Titel, von Manfred Ehmann komponiert, und im typischen „Banater-Stil“ arrangiert. Auch der Titel „Es ist noch Licht in dieser Welt“ (Manfred Ehmann/Text: Heidi Nestel) wurde nochmal neu aufgenommen in Zusammenarbeit mit einer bekannten österreichischen Plattenfirma.
So gerüstet, machte sich das OBE am 13. Oktober in Begleitung von 60 Freunden und Fans, auf nach Meran. Als erste Blasmusikkapelle in der 13-jährigen Geschichte, die überhaupt über die internationale Vorentscheidung über das Finale qualifizieren konnte, traten die Banater Musikanten am 14. Oktober im Kurhaus von Meran gegen die jeweiligen vierzehn Sieger der anderen Alpenländer (Österreich, Schweiz, Frankreich/Elsaß) sowie gegen die restlichen deutschen Konkurrenten an. Frenetisch umjubelt von Fans und neutralem Publikum absolvierten die Banater ihren Auftritt, bewertet von einer internationalen Fachjury. Schon die Teilnahme als erste Blaskapelle war für alle ein Riesenerfolg. Noch größer war die Freude, als der dritte Platz verkündet wurde, den unsere Banater Musiker belegten. Die vielen Fans und Familienmitglieder der Musiker feierten ausgelassen den Sieg im Kurhaus von Meran mit endlos langer Polonaise. Die Zuschauer im ausverkauften Kurhaus staunten nicht schlecht, als die Fans eine riesengroße Fahne mit dem Logo der Kapelle und dem Banater Wappen durch den Saal trugen und die Musiker ihren Chef hochleben ließen. Zurück im Hotel feierten alle noch weiter und machten die Nacht zum Tage. Die Musiker um den aus Darowa stammenden staatlich anerkannten Musikpädagogen und Kapellmeister Manfred Ehmann sind: Flügelhorn/Trompete: Alfred Adam (Lugosch), Manfred Ehmann (Darowa), Herbert Holz (Mercydorf), Johann Polling (Triebswetter), Stefan Schmidt (Bentschek). Klarinette/Tenorsaxophon: Tobias Bach (Hatzfeld), Günther Mahalek (darowa), Reinhold Nagel (Darowa), Christian Thierjung ( Großsanktnikolaus). Tenorhorn/Bariton: Herberth Frombach (Darowa), Horst Huppauer (Blumenthal), Sigmund Kellner (Darowa), Manuel Ries (mercydorf). Akkordeon: Richard Mahalek (Darowa), Horst Redl (Großjetscha), Elvis Sopek (Darowa), Manfred Wollanka (Darowa). Tuba: Zenno Ehmann (Lovrin). Schlagzeug: Erwin Ungar (Darowa).
-Melitta Furak- Quelle: Banater Post vom 10. Dezember 2005
Banater Echo holen 3. Platz beim Alpen-Grandprix
SPAICHINGEN (abra) – Als allererste Blaskapell, die es ins Finale geschafft hat, ist das „Banater Echo“ um Manfred Ehmann mit einem dritten Platz vom Schlager-Aplen-Granprix in Meran zurück gekehrt. Mit dem Titel „Licht in dieser Welt“, am Mikrofon Richard Lubini und Manfred Ehmann, haben sich die ursprünglich aus dem Banat stammenden, heute in Spaichingen, Bubsheim, Freiburg, Singen oder Crailsheim lebenden jungen Männer gegen Konkurrenz aus Frankreich, Italien, der Schweiz, Österreich und Deutschland durchgesetzt. Das „Banater Echo“ besteht sein ein einhalb Jahren und hat sich der Musik des Banats verschrieben. Fast alle der Mitglieder sind noch in Rumänien geboren.
Quelle: Heuberger Bote Spaichingen, Oktober 2005
Original Banater Echo hat erstmals eine CD
Letzt leuchten die Heimatsterne
Genau vor einem Jahr stellte der AlpenStar das Original Banater Echo seinen Lesern vor.
„Es ist kaum zu glauben, wie viele Zuschriften, Autogrammwünsche und Briefe mit Anregungen und Textnoten wir zwischenzeitlich erhalten haben“, erzählte Kapellmeister Manfred Ehmann (31).
Überwiegend kam die Post von Musikfreunden aus dem ehemaligen Banat, die heute in Österreich und Deutschland leben.
Anfang des letzten Jahrhunderts gehörte das Banat noch zu Österreich und Ungarn. Bei allen Tanzveranstaltungen, gespielt von Tanzkapellen, dienten die Militärkapellen der einstigen Donaumonarchie als musiklisches Vorbild.
Soeben ist die erste CD erschienen, worauf viele Musikfreunde schon lange gewartet haben. Die Titel und Interpretationen entsprechen den alten traditionellen sowie brandneuen Musikstücken im typischen Banater Stil. „Unsere CD ´Heimatsterne´ beinhalten Walzer, Polkas und Märsche“, verrät Manfred Ehmann, Komponist und Musikchef der Banater.
Aus den „12 Musikbegeisterten“, mit denen Manfred Ehmann im Jänner 2004 die Kapelle gründete, sind es inzwischen 19 Musiker geworden. Sie alle sind im Banat geboren und haben dort auch teilweise ihre Kindheit verbracht, Ihre musikalische Ausbildung absolviert und sogar noch in einer Dorfkapelle musiziert.
-Rudi Brommer- Quelle: AlpenStar 2005
Die Heimat im Herzen
Intensiv musiziert wurde im Banat (Dreiländereck Rumänien-Ungarn-Jugoslawien) hauptsächlich während der langen und kalten Wintermonate. Da hatten die Landwirte und Handwerker Zeit zum Kompnieren und ihre Musiktexte zu schreiben. Es war eine einfach gehaltene Musik – von einfachen Leuten. Typische Merkmale der Banater Blasmusik: Träges, schwermütiges Tempo, überwiegend B-Tonarten, die der Musik ihren weichen, dunklen Charakter geben.
Tragische Geschichte
In der Banater Blasmusik finden sich Einflüsse aus fast allen deutschsprachigen Landstrichen, da sie Siedler des Banats aus allen Landteilen von Kaiserin Theresia angeworben wurde, um einen Außenposten zum Schutz gegen die tückischen Angriffsversuche auf Österreich zu bilden.
Manfred Ehmann (30), Dirigent und staatlich anerkannter Musiklehrer, erinnert sich: „An meinem 16. Geburtstag zogen meine Eltern und viele befreundete Familien aus dem Banat fort. Die restlichen Landsleute packten ebenfalls ihre Sachen und suchten sich irgendwo eine neue Heimat. Ein ganzer Volksstamm war nach 6 Monaten einfach weg. Nach der Wende 1990 ging überhaupt nichts mehr weiter und die verbleibenden Menschen sahen keine Zukunft mehr für sich. Viele von ihnen fanden ihre neue Heimat in und um Spaichingen, einem Städtchen zwischen der Schwäbischen Alb und dem südlichen Schwarzwald“.
Tradition fortsetzen
Viele Jahre später trafen sich die 16 Musikfreunde aus der alten Heimat, alle um die 30 Jahre jung, um am 1. Februar 2004 mit ihrem neuen Kapellmeister und Dirigent Manfred Ehmann das Original Banater Echo zu gründen. Mit dem Ziel, die Banater Blasmusik zu bewahren, zu pflegen und sie für alle Blasmusikfreunde bekannt zu machen.
Manfred Ehmann waschechter Banater, ist auf der ständigen Suche nach altem Notenmaterial. Teilweise ist oft nur noch eine Melodiestimme aufzufinden. Alle so zusammengetragenen Titel werden von ihm neu bearbeitet, so dass die typischen Merkmale der Banater Blasmusik zu tragen kommen.
Trotz der kurzen Vorbereitungszeit sind schon viele Heimatortsgemeinschaften auf die Gruppe aufmerksam geworden. Bereits 2005 gibt es das erste Gastspeil quer durch Deutschland und Österreich. Außerdem wird schon fleißig geprobt, um neue alte Titel für eine CD einzuspielen.
-Rudi Brommer- Quelle: AlpenStar 2004